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16. Oktober 2017

Marita Brenk: Mein letzter Marathon für ARQUE

Marita Brenk im Kreise ihrer Familie

Marita Brenk ist eine der treuesten ARQUE-Läuferinnen, viele Jahre lief sie im ARQUE-Shirt auf verschiedenen Veranstaltungen ni der Republik und hat Berichte zu unserer Homepage beigesteuert. Auch beim letzten RunUp hat sie nochmals eine Marathonteilnahme gewonnen und hier ist ihr Bericht dazu:

Wieder hatte ich bei der Tombola am Vorabend des Arquelaufes 2016 einen Freistart gewonnen, dieses Mal für den Köln-Marathon 2017. Was ich zu dieser Zeit nicht wusste: es sollte der letzte Arquelauf sein und somit auch mein letzter Marathon im roten ARQUE Spendenshirt.

Es gibt ja keinen Zufall. In Köln bin ich meinen allerersten Marathon gelaufen und zwar exakt vor 20 Jahren. (Übrigens in einem viel zu großen ARQUE Baumwollshirt in Gelb aus dem Jahr 1996!) So schließt sich als

Marita Brenk mit Enkel

o hier ein Kreis.

Doch nun der Reihe nach.

Am Tag vor dem Marathon habe ich vernünftigerweise auf den 10 km Volkslauf in Langenbach verzichtet, der zur Wäller-Cup-Serie gehört und mir Punkte eingebracht hätte. Als Vertreter ist aber mein ältestes Enkelkind Jona bei den Bambini gestartet. Im strömenden Regen ist er tapfer 450 m ohne Gehpausen gerannt und ist, obwohl er zu den Jüngsten gehörte, nicht Letzter geworden.

Leider habe ich das beim Köln-Marathon nicht genau so umsetzen können. Die Vorbereitung war ganz solide verlaufen und mein Körper gab bis auf ein Zwacken im linken Fußgelenk keine Hilferufe von sich, trotzdem wollte mein Kopf nicht so recht und ich war mir irgendwie selbst im Weg. Es stellte sich immer wieder die altbekannte „Sinnfrage“ und ich habe unnötige Gehpausen gemacht, die natürlich Zeit gekostet haben. Dabei war das Wetter viel besser als angekündigt, die Organisation in Köln und die Stimmung an der Strecke waren perfekt – ich hätte also mehr daraus machen können.

Einen Moment der wirklichen Ergriffenheit hatte ich während der Startphase. Als mein Startblock „blau“ an der Linie auf Kanonenschuss und blau-weißen Konfettiregen wartete, wurde mir bewusst, welch ein großes Glück es ist, auch nach 20 Jahren mit „60 plus“ und einigen überstandenen gesundheitlichen Problemen einen Marathon laufen zu dürfen. Das erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und aus diesem Blickwinkel betrachtet ist die Zielzeit nur zweitrangig  (4:34:44).

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an Michael Lederer, der den Arquelauf „erfunden“ hat und an alle fleißigen Helfer drum herum, die 29 Jahre lang die Veranstaltung aktiv begleitet haben. Ich hätte sehr gerne, auch nach 19 Teilnahmen, ewig so weitergemacht und die (über-) nächste Generation (siehe Foto) steht ja auch schon in den Startlöchern. Aber vielleicht sehen wir uns bei anderer Gelegenheit einmal wieder.

Macht’s gut, bleibt alle gesund und seid lieb gegrüßt aus dem Westerwald.

Eure Marita