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1. Juni 2017

Über 1.000 Starter beim elften SkyRun im MesseTurm am 11. Juni

Siegerehrung 2016

Dr. Christian Riedl – der Rekordhalter greift wieder an

Frankfurt. 1.119 Treppenläufer setzten im Jahr 2016 die Marke für den Teilnehmerrekord beim SkyRun im MesseTurm. Unter dem Motto Charity und World Cup wird Europas höchster Treppenhauslauf am 11. Juni zum elften Mal in der Main-Metropole ausgetragen. „Der aktuelle Meldestand ist ähnlich hoch wie letztes Jahr, wir könnten sogar drüber liegen und einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen“, freut sich Michael Lederer, Race-Director und 2. Vorsitzender der ARQUE (ARbeitsgemeinschaft für QUErschnittgelähmte mit Spina bifida Rhein-Main-Nahe e.V.), zu deren Gunsten die Anmeldegebühren und Spenden gesammelt werden. Gut eine Woche vor der Veranstaltung haben sich bereits knapp über 1.100 Starter angekündigt. Fast 450 Einzelläufer werden im „sprint“ die 222 Höhenmeter bis zur Etage 61 erklimmen. 22 Unternehmensteams, unter ihnen zahlreiche Finanzinstitute, wollen gemeinsam die 1.202 Treppenstufen bezwingen. 162 Feuerwehrmannschaften treten teilweise mit und ohne Atemschutzmaske an. Beim KIDS CUP haben 21 Teams gemeldet, die die Höhe von 31 Stockwerken und 620 Stufen meistern.

SkyRun-LogoDie jeweiligen Bestzeiten bei Europas höchstem Treppenhauslauf von 6:25,5 Minuten in der Herrenwertung und 7:35,2 Minuten in der Damenwertung stellten Dr. Christian Riedl aus Erlangen im Vorjahr und die in Singapur lebende Australierin Suzy Walsham im Jahr 2014 auf. Unter den Einzelläufern werden die 6. Deutschen Towerrunning Meisterschaften ausgetragen. Der amtierende Deutsche Meister Riedl hat diesen Titel wieder fest im Blick: „Ich habe das klare Ziel, meinen Titel zu verteidigen und wertvolle Punkte für den Deutschen Towerrunning Cup 2017 zu sammeln.“ Darüber hinaus liegt die Latte durch den eigenen Streckenrekord hoch: „Platz 1 oder 2 sollte es aber in der Gesamtwertung werden. Ich will es Piotr möglichst schwer machen.“ Die Nummer Eins des Towerrunning World Cups Piotr Lobodzinski aus Polen ist ebenfalls Dauergast bei diesem, wie Riedl beschreibt, „bekanntesten und wichtigsten Lauf Deutschlands, der seit Jahren eine feste Größe im europäischen und weltweiten Rennkalender ist“. Beide Topathleten werden wohl den Sieg in Frankfurt untereinander ausmachen, bevor sie eine Woche später bereits wieder gegeneinander antreten, dann bei den Towerrunning World Championships in Guangzhou (China). Top 3 bei der WM hat sich Riedl als Ziel für das wichtigste Towerrunning Ereignis des Jahres gesetzt, „daher ist Frankfurt als Gradmesser für mich auch wichtig.“

Weniger auf Zeit dafür mehr auf Ausdauer setzen die Starter der Kategorie „MultiClimber“. Gleich 14 Läufer gehen mehrmals an den Start: Dabei nimmt sich der Frankfurter Michael Herms (32) bei zwölf geplanten Aufstiegen in Summe 2.664 Höhenmeter vor. Der älteste Teilnehmer Manfred Klittich, ebenfalls aus Frankfurt, geht in der Altersklassenwertung M80 drei Mal an den Start. Lederer freut es, denn „je öfter die MultiClimber laufen, desto mehr Spendengelder kommen zusammen.“ Bei den Kindern wird dafür kein Startgeld erhoben, sie sollen spielerisch an die vertikale Sportart herangeführt werden: „Spenden sind aber immer herzlich willkommen.“ In seiner eigenen Kategorie meistert der Rollstuhlfahrer Haki Doku aus Mailand den MesseTurm: Innerhalb einer Stunde strebt er an, zwei Mal das Treppenhaus hinunterzurollen und dabei seinen eigenen Rekord zu brechen.

Die Stadt Frankfurt, die das Projekt der Metropolregion Frankfurt-RheinMain seit der ersten Austragung unterstützt, ist vertreten durch Stadtrat Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr, der als Schirmherr die Teams der Berufsfeuerwehr Frankfurt ins Rennen schicken wird. Ebenso vor Ort sein wird Dr. Lutz Raettig, ehrenamtliches Mitglied des Magistrats der Stadt Frankfurt. Der Sprecher des Präsidiums und Aufsichtsratsvorsitzende der Morgan Stanley Bank AG hat zahlreiche Mandate am Finanzplatz Frankfurt am Main inne und wird um 09.45 Uhr das Rennen eröffnen.

Die Mischung aus Charity und Spitzensport ist in dieser Form in Deutschland einmalig. Die Startgebühren aus den Einzelläufen machen es möglich, dass ein solcher Event ausgetragen werden kann. Die Anmeldegebühren der Unternehmensteams und der Feuerwehren kommen der gemeinnützigen Arbeit von ARQUE (ARbeitsgemeinschaft für QUErschnittgelähmte mit Spina bifida Rhein-Main-Nahe e.V.) zugute, einem Verein, der Menschen mit einer angeborenen Querschnittlähmung, Spina bifida, und deren Angehörige begleitet. ARQUE unterstützt dabei, erklärt der 2. Vorsitzende Michael Lederer, ein selbstbestimmtes Leben mit dieser komplexen Form der Behinderung zu führen. „Etwa eins von Tausend Kindern kommt in Deutschland mit einer angeborenen Querschnittlähmung zur Welt. Der Verein steht allen Betroffenen, Eltern, Familien, Fachleuten und jedem Interessierten als Ansprechpartner kostenfrei und unabhängig von einer Mitgliedschaft zur Verfügung.“ Eine wesentliche Grundlage der ARQUE ist die Selbsthilfe, die Zusammenführung von gleich Betroffenen in allen Lebensphasen.

Der MesseTurm bietet auf seinen 63 Etagen insgesamt fast 62.000 Quadratmeter Gesamtmietfläche mit Raum für 3.500 Büroarbeitsplätze. Pro Etage stehen circa 1.200 Quadratmeter zur Verfügung, die als Einzel-, Kombi- oder Großraumbüros genutzt werden können. Mit seinen 256,50 Metern Gesamthöhe, von denen die Treppenläufer 222 hinauf rennen, verfügt der MesseTurm über die höchsten Büroetagen Deutschlands.