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13. April 2011

Stefan Schlett – der freiberufliche Abenteurer

Stefan Schlett beim SkyRun MesseTurm Frankfurt

Stefan Schlett beim SkyRun MesseTurm Frankfurt

Nachdem er bereits bei der Premiere in 2007 mit 8:47 min und in 2008 mit 8:48 min gut gepunktet hatte und dann 2 Jahre aussetzte, stellt er sich nun erneut der vertikalen Herausforderung: Stefan Schlett (TSG Kleinostheim) – der Extremsportler und freiberufliche Abenteurer.

Geboren am 31.1.62 im unterfränkischen Kleinostheim bei Aschaffenburg am Main, dem „bayerischen Nizza“ am Fuße des Spessarts, wurde mir durch das elterliche Lebensmittelgeschäft die Bewegung quasi in die Wiege gelegt. Der bereits in dritter Generation geführte „Tante-Emma-Laden“ war ein reiner Familienbetrieb. So war es nichts ungewöhnliches, daß ich bereits im zarten Alter von 8 Jahren Unmengen von Waren aus dem Keller in den Lebensmittelladen schleppte oder durch den Ort wetzte, um Tausende Werbezettel für Sonderangebote in die Briefkästen zu werfen. Sportlich war es mein Grundlagentraining. Neben Schule und Hausaufgaben blieb auch noch genügend Zeit, um sich mit Freunden in den nahen Spessartwäldern auszutoben.

 

Bolivien > Durchquerung des "Salar de Uyuni" auf dem Altiplano in Bolivien, dem größten Salzsee der Erde

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Mitte der 80iger hatte ich ein Stadium erreicht wo mir bewusst wurde, dass ich für einen normalen Platz in der bürgerlichen Gesellschaft nicht geschaffen war. Nach Ende des Militärdienstes nutzte ich die „wieder gewonnene Freiheit“ um mich erst einmal auszuleben. Sozusagen am laufenden Band folgten Fallschirmabsprünge, Wüstendurchquerungen, Marathons, Bergbesteigungen, Kurzstreckenrennen, Triathlons, Multisport- und Abenteuerwettkämpfe, Ultralangstreckenläufe, Mehrfach-Ironmans, Gewaltmärsche, Multi-Day-Rennen usw. Die Welt wurde zu meinem Spielball. Zugute kam mir die Fähigkeit, schnell zu regenerieren und die Tatsache, daß ich zwar Grenzen überschritt, aber spielerisch damit umzugehen wußte.

Erfolge, Siege, Rekorde, vor allem in meiner Hauptdisziplin dem Ultralangstreckenlauf, blieben nicht aus.

Du Hoggar > TV Interview für das britische Fernsehen beim "Super Marathon du Hoggar" im Süden Algeriens

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Sport und Bewegung mit Reisen zu verbinden, vor allem die Kombination aus Abenteuerreisen und Extremsport, bedeutet für mich höchste Lebensqualität. Von den großen Distanzrennen, Länder-

und Kontinentaldurchquerungen und dem damit verbundenen Nomaden- und Zigeunerleben, dem Entdecken fremder Kulturen, Länder und Menschen geht eine besondere Faszination aus. Es ist ein Lauf nach Außen, das eine Rückbesinnung auf das wesentliche und die Harmonie mit der Natur bewirkt. Das Gegenteil sind Läufe auf vermessenen Rundkursen, wie das bei 24-Stunden-, 6-Tage-, 1000-Meilen-Rennen oder Extremtriathlons der Fall ist. Das ist ein Lauf nach Innen. Es ist Leben auf Zeit in einem Mikrokosmos. Multi-Day-Rennen sind ein Thriller, mit unglaublicher Spannung und Dramatik. Ständiges Krisenmanagement ist erforderlich, um auf vielfältig auftretende Probleme rechtzeitig zu reagieren. Man muß seinen Körper genau kennen, um Signale richtig zu orten. Kopf und Körper stehen dabei in einem ständigen Dialog.

In mehr als einem Viertel Jahrhundert Extremsport, Weltreisen und Nomadentum sind verdammt lange Distanzen zusammen gekommen. 477 Ultras, 171 Marathons, über 1000 Wettkämpfe in 86 Ländern, 250 bestiegene Berge, mehr als 200 besuchte Inseln, 110 bereiste Länder, 496 Fallschirmabsprünge und…

Eisbaden > Die Badesaison ist eröffnet

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Ein endloser Endorphintrip? Nein, einfach nur pure Lebensfreude, 30 Jahre Dauerorgasmus und ein irres Leben im Grenzbereich!! Bewegung ist für mich Körperpflege und Lebensqualität. Seit 49 Jahren kann ich Essen was ich will, wann ich will und wieviel ich will. Ich versuche die paar Jahrzehnte auf dieser Welt zu einer ultralangen Party auszudehnen. Sicher, es ist ein Privileg so zu leben und es gehört auch viel Glück dazu. Die meisten Menschen träumen ihr Leben, ich lebe meine Träume.

Stefan Schlett